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Tipps für sicheres Grillen

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Egal ob auf dem Balkon, auf der Terrasse, im eigenen Garten oder in öffentlichen Grünanlagen – das Grillen ist längst zum sommerlichen Volkssport geworden. Es ist aber unabdinglich, Maßnahmen zur Prävention und Sicherheit zu treffen, damit Verletzungen und Unfällen vorgebeugt wird.

Vorsicht ist oberstes Gebot

Dank Technikfortschritten gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an unterschiedlichen Grilltypen in verschiedenen Größen, Formen und Funktionsweisen in allen Preisklassen. Der Unterschied liegt meistens im Energieträger- Holzkohle, Gas und Strom zählen zu den beliebtesten Energieträgern. Ist der Grill in Funktion, wird empfohlen, diesen nie unbeaufsichtigt zu lassen und immer geeignete Löschmittel wie Löschdecken, Sandkübeln oder Feuerlöscher in unmittelbarer Nähe des Grills bereitzustellen.

Sowohl die Rauchentwicklung als auch Windstärke und -richtung sollten während des Grillvorgangs genau beobachtet werden, denn das einatmen von Rauch kann im schlimmsten Fall zu Rauchvergiftungen führen. Zusätzlich gibt es auch rechtliche Einschränkungen beim Grillen, die beachtet werden müssen und je nach Wohnsituation und Wohnort variieren können.

Funktionalität als Garant für Sicherheit

Vor der Inbetriebnahme eines Elektro- oder Gas-Grills ist es besonders wichtig, das Gerät auf technisch einwandfreie Funktionalität zu prüfen. Besonders Gaslecks in Verbindung mit Feuer können verheerende Folgen nach sich ziehen. Fehlerhafte Geräte können fachmännisch repariert oder gar ausgetauscht werden. Außerdem sind die Schläuche auf Risse, Löcher und poröses Material zu untersuchen. Lecks auf Anschlüssen und Schläuchen lassen sich besonders gut finden, indem man sie mit Seifenwasser bürsten und können erkannt werden, sobald sich kleine Blasen bilden. Grundsätzlich sollten die Schläuche samt Druckminderer ungefähr alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht und keiner zu großen Hitze ausgesetzt werden

Einmalgrill, Gasgrill oder Elektrogrill?

Auf welchen Grill die Entscheidung fällt, hängt von vielen Faktoren ab. Vom Einmalgrill bis hin zum Holzkohlegrill oder der Deluxevariante des Lavasteingrills- jeder Grill hat seine Vorteile: Ein Gasgrill wird etwa schneller heiß, hinterlässt keine Rauchschwaden und ist leichter zu reinigen. Wer auch im Winter grillen möchte kann auf Elektrogrills zurückgreifen, die auch für Innenräume geeignet sind. Besonders beliebt bei Hauseigentümern sind aber auch Grillstationen für den Garten. Teure Versionen erinnern an vollwertige Küchen im Garten und sind besonders als Gasgrill beliebt, können aber auch mit Holzkohle befeuert werden. Ein etwas speziellerer Grilltyp ist der Lavasteingrill, bei dem unter dem Grillrost befindliche Lavasteine mittels Gas behitzt werden wodurch sich die Hitze optimal verteilt.

Brandbeschleuniger vermeiden

Wenn möglich ist auf Brandbeschleuniger zu verzichten, da sie sogar lebensgefährlich sein können. Stichflammen und blitzartig entstehende Flammenwände von über 1000 Grad können schwere Verbrennungen und Großbrände verursachen. Feste Grillanzünder sind wesentlich sicherer und sollten direkt unter die Kohle gemischt werden. Abhilfe können Metallzylinder schaffen, die auch als Anzündkamine bezeichnet werden und in denen die Holzkohle kontrolliert und unter geringer Rauchentwicklung 15 bis 20 Minuten in Ruhe glühen kann.

Versicherung für den Notfall

Im Falle eines Brandes beim Grillen kann eine Haushaltsversicherung mögliche hohe Kosten zum Teil abdecken. Voraussetzung ist aber, dass der Versicherte nicht am Brand schuld ist und alle nötigen Grillvorkehrungen getroffen waren.

„Wenn während des Grillens Brandschäden entstehen, werden diese üblicherweise von der Haushaltsversicherung gedeckt. Dennoch hier muss man aufpassen, im Vergleich zu Feuerschäden, werden beispielsweise Sengschäden nicht von jeder Haushaltsversicherung übernommen, da sie zwar durch Hitze verursacht werden, aber ohne direktes Feuer entstehen. Somit gelten sie nicht als Brandschäden“, erläutert der Versicherungsexperte Hanns-Ulrich Brockhaus vom Direktversicherer der ERGO. Das heißt also, wenn z.B. ein Stück heißer Kohle Ihre Balkon- oder Gartenausstattung beschädigt, kann es sein, dass Sie die Kosten selber tragen müssen. Stellen Sie daher beim Grillen immer sicher einen geeigneten Ort mit ausreichend Platz zu wählen, an dem keine Gegenstände oder Materialien vorhanden sind, die leicht Feuer fangen können.

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